Artikel vom 26. Februar 2018 aus dem Main-Echo

Wie schweißtreibend 250 Euro zu verdienen sind, das haben Dutzende Besucher auf der Bau- und Immobilienmesse am Wochenende in der Aschaffenburger Stadthalle feststellen müssen.

Das Geld hätte man sich auf der sehr gut besuchten Fachausstellung rund ums Bauen, Modernisieren und Finanzieren scheinbar leicht in die Tasche stecken können. Galt es auf der Messe, die vom Medienhaus Main- Echo und der Messe AG Mattfeld & Sänger organisiert wurde, doch »nur«, mit Hammer, Schraubenzieher und brachialer Gewalt ein läppisches Fenster aufzuknacken. Dem erfolgreichen Gelegenheitseinbrecher hätte ein Einkaufsgutschein gewunken. Doch so sehrsich vor allem starke Männer wie Tim Morvai (unser Bild) auch anstrengten, an den modernen Sicherheitsbeschlägen scheiterten sie.

 

Nur mit dem Schraubenzieher

So soll das auch sein, freute sich Werner Stürmer von der Beratungsstelle der Kriminalpolizei in Aschaffenburg. Die Wirklichkeit sehe aber leider anders aus, so der Kriminalhauptkommissar, der auf der inzwischen fünften Messe rund ums Thema Bauen, energetisches Sanieren, Renovieren, Smart-Home, Einbruchschutz und Sicherheit auch das Gegenteil zeigte: Ruck-Zuck hatte etwa Kurt Weiser aus Laufach nur mit einem dicken Schraubenzieher in der Hand ein Fenster mit veralteter Beschlagtechnik geöffnet. »Hätte ich nicht gedacht!«, zeigte sich der Rentner beeindruckt.

Mehrere tausend Besucher, darunter zahlreiche Familien auf der Suche nach Tipps für geplante kleine und größere Bauvorhaben, fanden am Samstag und Sonntag bei den 65 Ausstellern in Aschaffenburg Rat. In 30 Vorträgen wurden zudem Themen wie Finanzierung, Fördermittel, Solarstrom oder Verbesserung der Heizungsleistung behandelt.

Nur dieses offensichtlich unkaputtbare Fenster, das war nicht zu knacken. Gleich mehrmals versuchte es ein zehnjähriger Junge und scheiterte stets.

Adieu, Einbrecherkarriere! Sein Papa tröstete ihn lachend: »Da musst Du halt doch weiter auf die Schule gehen!« Cornelia Müller


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